Bosa-Sardinien

Sardinien

Bosa-SardinienSardinien, das „Mallorca Italiens“ weckt Vorstellungen von felsigen Küstenabschnitten, Sandstränden mit klaren Wasser und verträumten Fischerdörfern. Die zweitgrößte Mittelmeerinsel bietet alles für einen unbeschwerten Urlaub.


Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel Italiens und des Mittelmeers. Zusammen mit den vorgelagerten Inseln bildet Sardinien die gleichnamige autonome Region. Mit einer Fläche von ca. 24.000km² ist die Region Sardinien in etwa so groß wie das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt leben auf der beliebten Mittelmeerinsel knapp 1,7 Millionen Einwohner. Auch diese Zahl lässt sich am ehesten mit dem nördlichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern vergleichen.

Auf einer Länge von 280 km und eine Breite von 145 km bietet die Insel Sardinien eine vielfältige und wunderschöne Landschaft. Neben Bergen, Felsküsten, Wiesen und Wäldern finden sich insbesondere an der Nord- und Ostküste traumhafte Buchten und Sandstrände. Insgesamt lädt die Insel mit 1.800 km Küstenkilometern ideal zum Baden und Segeln ein.

Zu entdecken gibt es auf Sardinien auch jede Menge. Neben zahlreichen Steintürmen und Bauwerken aus der Zeit der Nuragher. Ein Volk, das Sardinien schon sehr früh (1.800 – 600 v.Chr.) besiedelt hatte. Überall auf der Insel hinterließen die Nuragher ihrer einzigartigen Spuren, welche sich in bis zu 20 Meter hohen konischen Steintürmen zeigen. Mehr als 7.000 solcher Hinterlassenschaften der Nuraghen wurden auf Sardinien gezählt.
Doch wirklich bezaubern tut Sardinien seine Urlaubsgäste mit den unvergleichlichen und kilometerlangen, feinsandigen Stränden. Ob Costa Rei im Südosten oder Costa Verda im Westen – Ein Strandabschnitt schöner als der andere. Der bekannteste Küstenabschnitt ist aber mit Sicherheit die Costa Smeralda im Nordosten der Insel. Auch Steven Spielberg und Roman Abramovich verbringen hier gerne ihren Sommerurlaub. Weiter im Norden befindet sich der angelagerte Archipel von La Maddalena – Ein Paradies für Taucher, Schnorchler und Surfer.

sardinien-strand
Auch das leibliche Wohl kommt auf der Mittelmeerinsel Sardinien nicht zu kurz. Die Typische italienische Küche verzaubert mit Olivenöl und frischen Kräutern so manches Gericht aus Fisch, Meerestieren oder Lamm. Eine sardische Spezialität ist das hauchdünne Brot Pane Carasau. Ein sehr dünnes knackiges Hirtenbrot, auch Notenpapier genannt. Nach dem Essen trinken die Sarden gern einen Mirto. Dies ist ein sardischer Likör, der aus den Beeren der Mirte gewonnen wird.

Sardinien ist auf jeden Fall einen Urlaub wert. Es ist touristisch nicht so überlagert wie Mallorca, aber mindestens genauso schön.

3 Gedanken zu „Sardinien“

  1. schön knapp zusammen gefasst. das gelingt mir nie, wenn ich über sardinien schreiben will 😉
    es ist eine insel, die so voller gegensätze ist, die so wundervolle landschaften zu bieten, kilometerlange strände zu entdecken hat, ich weiß nie wo ich anfangen soll, bei einer beschreibung. du hast es gut getroffen.
    liebe grüße, sigrid von http://www.o-solemio.de. wir bieten urlaubsunterkünfte auf sardinien an. ich kenne alle häuser persönlich, es sind sardische vermieter, herzlich, gantfreundlich und dabei zurückhaltend. die insel ist besonders in der nebensaison eine reise wert!

  2. Den Ausdruck „Mallorca Italiens“ habe ich noch nie gehört (und ich bin gebürtiger Sarde) und ich finde ihn absolut unpassend. Nicht jede Mittelmeerinsel kann/sollte mit Mallorca verglichen werden. Tourismus, Vegatation, Tierwelt, Sprache und Mentalität der Sarden und der Mallorquiner sind, bei allem Respekt vor den Katalanen, schon sehr unterschiedlich.

    Wichtig wäre wohl auch noch die Anmerkung, dass der Norden Sardiniens und v.a. die Costa Smeralda nicht gerade typisch für Sardinien sind. Sarden sind kein Küsten-, sondern v.a. ein Bergvolk. Das echte Leben findet im Landesinneren in der Dörfern statt, in der Barbagia, im Campidanu, im Logudore usw.

    Das Brot heißt Pane Carasau (nicht „Pan carasu“) und ist ursprünglich das Hirtenbrot der Barbagia (Gegend um Nuoro) und wird erst wenigen Jahren in der ganzen Insel konsumiert. Die Sarden trinken natürlich nicht nur Mirto, denn das ist ein Likör, sondern sehr gerne Quellwasser aus einer der zahlreichen Quellen und Wasserstellen, die man überall auf der Insel findet und selbst gekelterten Rotwein.

    Die Küche ist alles andere als „typisch italienisch“, sondern bestenfalls typisch mediterran, betont aber die einfachen, bäuerlichen Rezepte. Die sardischen Ravioli (Curugliones) haben eine andere Form und sind mit einer Kartoffel/Minze-Füllung deutlich anders im Geschmack als die bekannteren Ravioli vom Festland.

    Nicht nur die Nord- und Ostküste laden zum Badeurlaub ein, sondern auch die West und Südwestküste mit ihren bezaubernden Dünen und ihren kleinen Touristendörfern ist ein echter Geheimtipp.

    1. Vielen Dank für die interessanten Eindrücke. Da kann ich mal sehen, dass man nach einem Urlaub auf Sardinien und etwas Lektüre, wie Reiseführern immer noch sehr wenig oder gar falsche bzw. unpassende Fakten mitgenommen hat. Den Ausdruck „Mallorca Italiens“ hatte unserer Reiseleiter damals benutzt im Sinne, dass viele Italiener auf der Insel Urlaub machen – also was für die Deutschen Mallorca ist, ist für die Italiener Sardinien. Ich hoffe mal, damit lag er nicht ganz so falsch, oder? 🙂

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